2008 Orkan Emma
Emma war ein Orkan, der vom 29. Februar bis zum 2. März 2008 über
Mitteleuropa hinweg zog. Die Hauptschäden richtete der Orkan am 1.
März 2008 an. Am Tag darauf erfolgte eine zweite Welle, die in ihren
Auswirkungen aber deutlich schwächer war. Emma forderte 14
Menschenleben; der durch sie verursachte Schaden wird derzeit auf
etwa eine Milliarde Euro geschätzt.
In Holtheim mussten zur Mühle hinunter mehrere Fichten von der
Straße beseitigt werden. Zur Unterstützung wurde schweres Gerät von
der Zitzewitz’schen Forstverwaltung angefordert.

2007 Orkan Kyrill
Kyrill ist der Name des Orkans, der am 18. Januar 2007 das öffentliche
Leben in weiten Teilen Europas beeinträchtigte und in Böen
Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 km/h erreichte. Er forderte 47
Todesopfer und führte zu erheblichen Sachschäden, zur vorzeitigen
Schließung von Kindergärten, Schulen, Universitäten und Betrieben
sowie zu erheblichen Beeinträchtigungen im Energie- und
Verkehrssektor. Über eine Million Menschen waren an diesem
Donnerstag zeitweilig ohne Strom, es mussten Flüge gestrichen,
Fährverbindungen eingestellt, Straßen gesperrt und der Bahnverkehr
in einigen Teilen Mitteleuropas nahezu vollständig eingestellt
werden, so dass zehntausende Reisende betroffen waren.
In Holtheim fielen einige Ziegel von den Dächern und sorgten für ein
Trümmerbild auf den Straßen. Am Ortseingang, von Lichtenau, knickte
eine große Linde um, die von der Feuerwehr geräumt werden musste.
Aber im großen und ganzen wurde Holtheim von diesem Orkan relativ
verschont.

2006 Aktive Wehr

OLR: Willi Grewe, Christoph Müller, Josef Nolte, Josef Wecker, Bodo Lohse,
Ludger Wüllner, Rudolf Beseler, Konrad Sicken
ULR: Franz-Josef Auge, Rudolf Künneke, Wilhelm Rosenkranz, Anton Humberg,
Friedrich Müller, Dierk Haberhausen

1997 Neues Feuerwehrauto TSF-W

1996 Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Holtheim

Rudolf Beseler, Christian Lange, Jörg Rosenkranz, Martin Beine, Benjamin Altrogge
Ausbilder: Christoph Müller

1986 Neuer Wasserbehälter
Der alte Wasserhochbehälter auf dem Saul an der Kleinenberger
Straße (erbaut 1908) genügte den Ansprüchen nicht
mehr. Er faßte 50.000 Liter Wasser für die Gemeinde und
im zweiten Bassin 20.000 Liter als Löschreserve für die
Feuerwehr. Vor allem im Sommer kam es des öfteren zu starken
Druckabfällen und Wassermangel. Der alte Hochbehälter
wurde abgebrochen und an gleicher Stelle wurde ein neuer
Hochbehälter errichtet. Dessen Bassin faßt 150.000
Liter für den Gemeindeverbrauch. Ein zweites Bassin als
Löschreserve beinhaltet nochmals dieselbe Menge Wasser. Das
Bauwerk wurde am 31.12.1986 fertiggestellt.

1980 Aktive Wehr

OLR: Josef Wecker, Gerhard Altrogge, Franz-Josef Schlender, Josef Knaup, Josef Knaup,
         Konrad Grewe, Anton Tölle, Franz-Josef Auge
ULR: Arnold Tölle, Anton Bröker, Wilhelm Rosenkranz, Anton Humberg, Heinrich Paschen,
Franz Meyer, Friedrich Müller, Josef Jöhring
Es fehlten: Josef Auge, Franz Nolte, Heinrich Grewe, Bernhard Günther

1974 Ehrung Brandmeister Wilhelm Jöhring

Dem Brandmeister Wilhelm Jöhring wurde auf Grund seiner
40jährigen Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr das
goldene Feuerwehrehrenzeichen verliehen. Aus dem Zeitungsbericht:

„In treuer Pflichterfüllung im Dienste der Freiwilligen
Feuerwehr hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Weyer
Brandmeister Wilhelm Jöhring in Holtheim das Goldene
Feuerwehr-Ehrenzeichen verliehen. In einer festlichen Stunde in
der Gastwirtschaft Josef Schäfers („Zum weißen
Hirsch“) verlas Amtsdirektor Günther die Urkunde und
heftete dem Jubilar das Ehrenzeichen an. Jöhring war Ende des
Jahres 1933 in die Holtheimer Wehr eingetreten und seit 1947 (also
jetzt 27 Jahre) deren Brandmeister. Amtsdirektor Günther
überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Holtheim,
des Amtes Lichtenau und des Kreises Büren im Beisein von
Bürgermeister Günther, des Amtsbrandmeisters Jakobs und
der Mitglieder der Gemeindevertretung. Unser Foto zeigt (von
rechts) Amtsdirektor Günther, Bürgermeister Günther,
den stellvertretenden Brandmeister Paschen, Jubilar Wilhelm
Jöhring und Amtsbrandmeister Jakobs.“

1973 Neues Feuerwehrauto

Für die Feuerwehr wurde ein neues Löschfahrzeug (TSF) gekauft.
Der Kaufpreis betrug 21.900 DM Hierzu wurde ein Zuschuß aus
der Feuerschutzsteuer von 12.040 DM gezahlt.

1972 Neues Feuerwehrhaus

Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde fertiggestellt. Die Baukosten
betrugen 37.250 DM. Aus Mitteln der Feuerschutzsteuer wurde hierzu
ein Zuschuss von 18.625 DM gewährt.

1971 Neues Feuerwehrhaus

Der Weg auf dem Sassenberg wurde mit dem Abbruchmaterial vom
Wirtschaftsgebäude der alten Schule und des
Feuerwehrgerätehauses gehärtet. Anstelle des alten
Feuerwehrgerätehauses und nach Abbruch des
Wirtschaftsgebäudes der alten Schule wurde ein neues
Feuerwehrgerätehaus errichtet.

12.9. fand in der hiesigen Gemeinde das Amtsfeuerwehrfest statt,
woran alle Wehren aus den Gemeinden des Amtes Lichtenaus, sowie
auch der Rat der Gemeinde und Mitglieder der Amtsvertretung
teilnahmen. 3 Mitglieder der Wehr aus Herbram wurden bei dieser
Veranstaltung das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber verliehen.

1967 Scheunenbrand

Am 18. Dezember brannte die Hofscheune nebst Stallungen des Bauern
Franz Schäfers Nr. 45 (vulgo Kuhlen, Zur Kuhle 9) nieder. Neben den
Stroh- und Heuvorräten verbrannten u.a. auch 7 Schweine, da
das Feuer sehr schnell um sich griff. Außer der hiesigen
Wehr war noch die Amtsfeuerwehr aus Lichtenau eingesetzt.

1965 Hochwasser

Der Wetterablauf des Jahres 1965 ist mehr als schlecht zu bezeichnen.
Brachte doch das Jahr eine Niederschlagsmenge von rd. 1.200 mm.
Solche starken Niederschläge waren seit Menschengedenken
nicht mehr zu verzeichnen. Seit 1850, also vor nunmehr 115 Jahren,
war dieses das regenreichste Jahr. Der Monat Juli wird als der
regenreichste, verbunden mit einer Naturkatastrophe, unvergessen
bleiben. Am 16. Juli goß es fast ohne Unterlass. Um die
Mittagszeit verwandelte ein zweistündiger Wolkenbruch alle
Bachläufe, auch die, welche sonst nur Rinnsal sind, in
reißende Sturzbäche, sodass sehr starke
Überschwemmungen eintraten. Bei der Brücke an der
Stampfermühle vor Marschallshagen, wurde die Straßendecke,
welche aus Asphaltgruß hergestellt war, mehrere meterbreit
von den Wassermassen aufgebrochen und fort geschwemmt. Die Sauer
und die Altena(u) schwollen derart an, dass schon innerhalb kurzer
Frist in den Nachbarorten Kleinenberg und Lichtenau
Hochwasseralarm gegeben werden mussten. Am schlimmsten wüteten
jedoch die Wassermassen in den Altenaudörfern, wie Husen,
Atteln, Henglarn und Etteln, wo 6 Menschen sich vor den Fluten
nicht mehr retten konnten und ertranken. Alle verfügbaren
Feuerwehren, die Polizei sowie auch Bundeswehreinheiten wurden in
das Katastrophengebiet entsandt. Hubschrauber der Bundeswehr
flogen das Altenautal ab, um die auf die Dächer geflüchteten
Menschen zu retten. Nach dem Ablauf der Flut blieb ein Chaos der
Verwüstung zurück. Wochenlang waren Bundeswehreinheiten,
Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz mit den Aufräumungsarbeiten
beschäftigt. Bundespräsident Lübke und
Ministerpräsident Meyers suchten die am schwersten
betroffenen Gebiete des Kreises Büren auf. Die Bevölkerung,
welche verschiedentlich alles verloren hatten, wurden durch
Sofortmaßnahmen der Behörden und des Roten Kreuzes,
Betten und dergl. zur Verfügung gestellt. Nebenstehend ein
Zeitungsausschnitt. Dieser ist hier weggelassen, da er sich nicht
auf Holtheim bezieht.

1951 Wohnhausbrand

Am 25. brannte die Gastwirtschaft Ww. Bernhard Schäfers No. 34
(Künniges, Schulstraße 6) vollständig aus. Der
Brand wurde von der Freiw. Feuerwehr Holtheims und der
Amtsfeuerwehr aus Lichtenau bekämpft.

1949 Wohnhausbrand

Am 15. gegen 3 Uhr riß die Feuerglocke alles aus dem Schlafe.
Die Gastwirtschaft Josef Schäfers No. 22 (vulgo Grafs,
Eggestr. 15) stand in hellen Flammen. Lediglich die
Umfassungsmauern blieben erhalten. Die Brandursache konnte nicht
ermittelt werden.

1941 Feuerlöschwasserbehälter

In den Sommer- und Herbstmonaten wurde im oberen Dorf beim Hause des
Josef Joachims ein Feuerlöschwasserbehälter von 100
Kubikmeter Inhalt gebaut um im Falle eines Brandes mit Löschwasser
versorgt zu sein.

1925 Wohnhausbrand

Am 13. brannte das Wohnhaus des Schäfers Nolte (Beusers, Nr. 86,
Kleinenberger Str. 2) bis auf die Grundmauern nieder. Da die
Feuerlöschgeräte rasch zur Stelle waren und die
Wasserleitung genügend Wasser hatte, wurde das Feuer auf
seinen Heerd beschränkt.

1909 Wohnhausbrand

Am 7. April brannte das Wohnhaus des Ackerwirts Anton Humberg (Kniwels,
Nr. 55, Annenweg 8) bis auf die Fundamente nieder, das Feuer wurde
auf den Heerd beschränkt, und trug die Wasserleitung dazu
besonders bei. Die Entstehungsursache ist unaufgeklärt geblieben.

1903 Wohnhausbrand in Kleinenberg

Am 21. brach zu Kleinenberg Feuer aus, welches bis zum folgenden
Morgen wütete. Unsere Feuerspritze hat besondere Dienste
geleistet. Mehrere Neubauten wurden durch dieselbe geschützt.
Als Anerkennung hat die Provinzial-Feuersozietät zu Münster
für die Spritzenmeister und die 3 ersten Mannschaften
Blousen und Helme durch Vermittlung des Herrn Amtmanns, welcher
sich von unserer Hülfeleistung bei der nächtlichen
Feuersbrunst überzeugte, geschenkt.

1895 Wohnhausbrand

Am 28.12.1895 Abends gegen 6 Uhr brannte das Wohnhaus der Erben H.
Schaefers hierselbst nieder. Das Feuer hätte trotz
sofortigen Eingreifens der Löschmannschaften und
Verheerungen angerichtet, wenn nicht sämmtliche Dächer
mit Schnee bedeckt waren. Auch erschien bald der Herr Amtmann Dr.
la Roche, die Gendarmen Kosfeld und Büske, sowie die
Feuerwehr von Lichtenau bei der Brandstätte. Das Feuer war
bereits auf seinen Heerd beschränkt. Das Mobiliar, welches
nicht versichert war, konnte nur teilweise gerettet werden. Die
Entstehungsursache dieses Brandes ist unaufgeklärt geblieben

1890 Wohnhausbrand

Am 31. Januar erschreckte die Andächtigen bei der Feier der
heiligen Messe die Feuerglocke. Es verbrannten der Witwe Oberthin
das Haus, eine Ziege und ein Bett.

1886 Wohnhausbrand

Sonntag, den 26. Juni, Morgens gegen 7 Uhr, als eben die Hl. Messe beendet
war und der Priester das Evangelium verlesen wollte, verließen
die Kirchenbesucher eiligst das Gotteshaus, weil das Haus des
Tagelöhners Wilhelm Jöhring in Flammen stand. Es wurden
die meisten Möbeln, wenngleich beschädigt, dem Feuer
entrissen. Am selbigen Tage hatten wir gegen Mittag schwere
Gewitter, welche von Gußregen begleitet waren.

1885 Wohnhausbrande in Lichtenau

Am 13. Juni verkündigte die Glocke, daß auswärts
Feuer ausgebrochen sei. Die hiesige Spritze wurde eiligst, von der
ausreichenden Bedienungsmannschaft begleitet, nach Lichtenau
gefahren, wo der Brand in weitem Umfange ausgebrochen war. 21
Häuser waren in zwei Stunde eingeäschert.

1884 Wohnhausbrände

Am 3. Mai brannte das Haus des Carl Meyer und am 22. Juni das des
Hermann Diekmann vollständig nieder. Da beide Häuser mit
Stroh bedacht waren, so griff das Feuer sehr rasch um sich, und
nur der raschen und kühnen Hilfe war es zu danken, dass
überhaupt etwas gerettet wurde.

Das Haus des August Nolte No. 49 (heute vulgo Striewen, Eggestr. 5)
brannte im Juli vollständig ab.

Am 17. Juli Nachmittags gegen 4 Uhr schlug der Blitz in das Nebenhaus
der Wittwe Humberg und zündete. Schon stand das ganze Gebäude
in Flammen und konnte fast gar nichts gerettet werden. Ein Schwein
verbrannte, mehrere Bienenstöcke wurden durch das Feuer
zerstört. Der ziemlich starke Westwind trieb ein brennendes
Strohbüschel über das erste Nachbarhaus hinüber auf
das Wohnhaus des Ackerwirths August Nolte (No. 49, Eggestr. 5),
welches alsbald ebenfalls brannte. Beide Häuser sind bis auf
den Grund niedergebrannt.

In der ersten Septemberwoche schlug der Blitz in eine Eiche auf dem
sogenannten Haineplatze (Bereich an der unteren Drüft, jetzt
Eggestr., in Höhe des Friedhofes). Dieselbe ward 7fach
gespalten (Schwer leserlich. Es könnte auch 2fach heißen).

1861 Wohnhausbrände

Am 22. Juli brach in dem Hause des Carl Müller Feuer aus,
wodurch das Haus des g. Müller total niederbrannte. Die
Entstehungsursache des Feuers ist nicht bekannt geworden.

Am 8. August Morgens 2 Uhr brannten 2 Häuser und von einem 3ten
das Dach ab. Das Feuer entstand in dem Hause des Schmieds Franz
Haberhausen (Nr. 17, Bekestraße 1) und griff so rasch um
sich, dass derselbe mit Frau und Kindern nur mit knapper Not und
unbekleidet entrinnen konnte. Derselbe konnte nichts retten als
eine Kuh und ein Rind.

Die gegenüberliegende Hofstelle Lahme vulgo Stoukenleute Nr. 61,
später Altrogge, brannte in jenem Jahre ebenfalls ab.

1810 Höllenfeuer

Am 27. März dieses Jahres wurde unser Dorf durch eine große
Feuersbrunst heimgesucht, wodurch fast das ganze Dorf eingeäschert
wurde. Anm.: Der mündlichen Überlieferung nach blieben
nur sechs Häuser von der Katastrophe verschont. Vikar Josef
Rörig schreibt dazu 1915 in seiner „Chronik der
Gemeinde Holtheim“ Folgendes: „Der + Ludwig Schäfers
erzählte mir, Vikar Rörig, ein Grenzreiter sei von
Kleinenberg her nach Holtheim geritten gekommen u. habe sich
zwischen der Königswirtschaft (Anm: vulgo Künniges, Nr.
34, Schulstr. 6) und der jetzigen Wohnung des Landwirtes Joh.
Hillebrand (Anm.: Nr. 35, Schulstr. 5) eine Pfeife angezündet
u. habe den brennenden Schwamm weggeworfen. Der Schwamm sei in
Stroh gefallen und in der zeit einer Stunde sei ganz Holtheim in
Flammen gewesen. Wie ich noch weiter gehört habe, seien die
meisten Leute draußen gewesen, viele, die im Walde Holz
geholt hätten, hätten das Dorf bei ihrer Rückkehr
abgebrannt vorgefunden.“ Soweit Vikar Rörigs
Recherchen.

Andere berichten, in jenem Hause hätten die Speckseiten über
dem offenen Herdfeuer zu brennen angefangen. Letztere Erklärung
wäre ebenfalls einleuchtend, da die damals zumeist
Schornsteinlosen Häuser nur einen einfachen, meist hölzernen
Rauchfang über dem Feuer hatten, unter dem oft noch Fleisch
und Speck geräuchert wurde.